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Viele Ernährungsempfehlungen sind dicker Irrtum! Was dürfen wir noch essen?

Kaum Fett, viel Getreide und fünf Mahlzeiten am Tag. So wurde es uns jahrzehntelang eingetrichtert. Nun entpuppen sich viele Ernährungsempfehlungen als dicker Irrtum. Was gilt noch? Was nicht mehr?
Von Antje Brunnabend

Vier Jugendliche am Küchentisch. Mit einer Mischung aus Faszination und Schaudern beobachten drei von ihnen, wie sich der vierte dick Butter und Leberwurst aufs Brot schmiert und dann genüsslich abbeißt. “Findest du nicht, du übertreibst?”, fragt einer fassungslos. “So viel Fett, das ist doch ungesund!”

Vier Teenager, schlank, sehnig, noch nicht ausgewachsen - ihr Kalorienbedarf ist enorm. Noch in den 70er Jahren hätte kein Halbwüchsiger einen Gedanken an seinen Butterverbrauch verschwendet. Doch die Jugendlichen von heute haben schon als Kinder fettarme Milch getrunken. Ihre Mütter haben Butter, Sahne und Speck zugunsten einer “leichteren” Küche verbannt.
Die Kampagnen für eine gesunde Ernährung haben ihr Ziel erreicht. Und jetzt haben wir ein dickes Problem.

Die Verbannung des Fetts hat uns eher dicker gemacht
Denn vieles von dem, was jahrzehntelang gelehrt und von Ärzten, Ernährungsberatern und Journalisten verbreitet wurde, hat sich als haltlos erwiesen. Vor allem die Warnung vor Fett hat im Rückblick großen Schaden angerichtet: Weil dadurch mehr “Hungermacher” wie Stärke und Süßes verzehrt wurden, hat sie die Bevölkerung wohl eher dicker gemacht.
Seit Jahren streiten Experten um das Fett, insbesondere um die gesättigten Fettsäuren. Eine neue Meta-Analyse stellt offizielle Empfehlungen nun infrage.

Das Gezerre um das liebe Fett
Unbemerkt von der Öffentlichkeit wird in Fachkreisen seit längerem gestritten: Was lange Zeit als richtig galt, konnte doch nicht falsch sein? Doch immer mehr Studienergebnisse ließen Dogmen bröckeln. Im Januar kamen renommierte Diabetologen zu dem Schluss, dass die gültigen Ernährungsempfehlungen falsch seien und zu der Epidemie von Übergewicht und Diabetes beigetragen hätten. Und in den neuen US-Ernährungsempfehlungen vom Frühjahr heißt es, dass das einst verteufelte Cholesterin selbst bei hohem Konsum nicht bedenklich sei.
Mittlerweile hat der Paradigmenwechsel auch die Medien erreicht: “Eat Butter - Esst Butter!”, schrieb das amerikanische Time Magazine sogar auf dem Titel. Zugleich wabern weiterhin überholte Empfehlungen durch Zeitschriften und Praxen. Wie ist es zu diesem Durcheinander gekommen?
Alles eine große fette Lüge?
Am Anfang stand ein charismatischer und durchsetzungsstarker Wissenschaftler. Ancel Keys errechnete 1970 in seiner “Sieben-Länder-Studie”, dass ein erhöhter Verzehr von Fett mit dem vermehrten Auftreten von Herzkrankheiten einhergeht. Widersprechende Daten aus anderen Ländern ließ er dabei unter den Tisch fallen. Auch ignorierte er die Hinweise auf die Folgen eines hohen Zuckerverzehrs. Für ihn war klar: Es ist vor allem das tierische Fett, das den Cholesterinspiegel erhöht und dadurch dick und krank macht.
Ernährungswissenschaftler streiten, wie viel Fett ist gesund ist

Das Comeback des Fetts
Keys’ Schlussfolgerung wurde damals von vielen Wissenschaftlern kritisiert. Doch diese wurden lächerlich oder mundtot gemacht und mit der Zeit aus einflussreichen Organisationen wie der American Heart Association vertrieben. Ausgehend von den USA wurde bald überall offiziell empfohlen, den Verzehr von Fett, besonders tierischem Fett, zu beschränken.  Stattdessen sollten Kohlenhydrate, etwa aus Getreide, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten, die Grundlage einer gesunden Ernährung sein. 1992 wurde in den USA eine Ernährungspyramide entworfen, die bald auch in Europa als Modell für eine gesunde Ernährung diente: an der Basis Brot, Nudeln, Frühstücksflocken; an der Spitze Fett mit dem Hinweis “sparsam einsetzen”. Der Siegeszug der Light- und Low-Fat-Produkte begann.
Low-Carb bedeutet, die Menge an Kohlenhydraten zu reduzieren, also vor allem stärkereiche Lebensmittel wie Brot, Gebäck oder Nudeln, Kartoffeln und Reis.

Low-Carb ist effektiver als Low-Fat
Es klang ja auch einleuchtend: “Fett macht fett.” Genau genommen sei das nicht logischer als “der Verzehr von Grünzeug macht grün”, wie der Kardiologe Aseem Malhotra heute spottet. Es war ein Journalist, Gary Taubes, der 2002 in der New York Times Zweifel säte: “Was, wenn das alles eine große fette Lüge gewesen wäre?” Sein akribisch recherchiertes Buch “Good Calories, Bad Calories” löste 2007 weitere Kontroversen aus. Im vergangenen Jahr zog Taubes’ Kollegin Nina Teicholz nach. In ihrem Bestseller “The Big Fat Surprise” zeichnet sie ebenfalls nach, auf welch fragwürdiger wissenschaftlicher Grundlage gängige Ernährungsempfehlungen entstanden sind - und wie Konzerne der Lebensmittelindustrie davon profitierten. Procter & Gamble zum Beispiel, größter Verarbeiter von Pflanzenfetten in den USA, finanzierte die American Heart Association, die tierische Fette verdammte und Margarine als gesünder darstellte. Erst als sich herausstellte, dass Transfette, wie sie beim Härten flüssiger Pflanzenöle entstehen, gesundheitsschädlich sind, geriet die Margarine in Verruf.
Was also gilt noch - und was nicht mehr?
Dass Fett in jedem Fall dick macht, können wir vergessen. Auch die Warnung vor gesättigten Fettsäuren, wie sie in Butter, Schmalz und Fleisch enthalten sind, wird nicht von wissenschaftlichen Daten gedeckt; das belegt unter anderem eine holländische Übersicht von 2012.
Welche ungünstige Rolle schnell verdauliche Kohlenhydrate in der Entstehung von Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf- Erkrankungen spielen, wurde dagegen unterschätzt. Baguette, Cornflakes oder Süßes machen nicht lange satt und bringen die Fettverbrennung zum Erliegen.

Gesund Leben - Das Magazin für Körper, Geist und Seele
Das neue Heft von Gesund Leben, ab jetzt am Kiosk erhältlich
Dieser Artikel entstammt dem neuen Heft “Gesund Leben”, das ab jetzt am Kiosk erhältlich ist. Die Themen: u.a. Ernährungsmythen im Check, Work-Life-Balance und ein Dossier Muskeln und Faszien.
Anders als früher wird heute vom Snack zwischendurch abgeraten. Vielmehr sind lange Pausen zwischen den Mahlzeiten - das so genannte “intermittierende Fasten” - ein neuer Ansatz im Kampf gegen Übergewicht.
Ist es im Lichte der neuen Erkenntnisse komplizierter geworden, sich gesund zu ernähren? Vieles bleibt richtig, etwa industriell verarbeitete Lebensmittel möglichst zu meiden. Stattdessen selbst kochen, aus frischen, naturbelassenen Zutaten. Reichlich Gemüse. Wasser gegen den Durst. Lieber Obst essen als Saft trinken. Milch, Butter, Sahne und Eier, am besten aus artgerechter Tierhaltung, dürfen wir wieder genießen. Bei Zucker und anderen schnellen Kohlenhydraten sollten wir Maß halten.
Eigentlich eine gute Nachricht: Die Butter darf wieder ans Gemüse und wenn schon Kuchen, dann gerne mit Sahne. Nach langem Irrweg propagieren die Ernährungswissenschaften wieder ein Stück Genuss.

Original:
http://www.stern.de/gesundheit/viele-ernaehrungsempfehlungen-sind-dicker-irrtum-was-duerfen-wir-noch-essen–6350352.html

Weiteres:

http://www.stern.de/gesundheit/13-ernaehrungsmythen-im-check-macht-fett-fett-und-ist-laktose-schaedlich–6353800.html

Posted 96 weeks ago